Bewegungspause senkt Blutzucker


Aufstehen und Rumlaufen!
Bewegungspause senkt Blutzucker
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Bei Menschen mit Diabetes und einer vorwiegend sitzenden Lebensweise können schon kurze Bewegungseinheiten den Blutzucker senken. Das gilt sowohl für Typ-1- als auch für Typ-2-Diabetiker*innen.

Blutzucker und Komplikationsrate sinkt

„Activity snacking“ ist das neue Zauberwort für Patient*innen mit Diabetes, die in ihrem Beruf viel sitzen müssen. Dabei handelt es sich um kurze Pausen, in denen man aufsteht und herumgeht. Bei Typ-2-Diabetiker*innen konnte bereits nachgewiesen werden, dass diese Kurzaktivitäten den Blutzuckerspiegel und sogar die Häufigkeit von Komplikationen senken.

Nun haben britische Forscher*innen untersucht, ob das auch bei Menschen mit einem Typ-1-Diabetes klappt. 32 Betroffene machten dabei mit. In der ersten Sitzung saßen die Proband*innen volle sieben Stunden lang. In der zweiten standen sie während der sieben Stunden alle halbe Stunde auf und gingen jeweils drei Minuten umher. Bei allen Testpersonen wurde vor, während und nach der jeweiligen Einheit für insgesamt 48 Stunden der Blutzuckerspiegel mit tragbaren Glukosesensoren gemessen.

Der durchschnittliche Blutzuckerwert beim siebenstündigen Sitzen betrug 147,6 mg/dl. In der Einheit mit Bewegungspausen war er mit durchschnittlich 124,2 mg/dl deutlich niedriger. Der Blutzucker der Typ-1-Diabetiker*innen befand sich in der Sitzung mit Bewegung auch häufiger im Zielbereich, berichtet die britische Arbeitsgruppe. Zur Unterzuckerung führte das „Activity Snacking“ bei keiner der Teilnehmer*innen.

Einfach und kostenlos

Was für Typ-2-Diabetiker gilt, ist offenbar auch für Menschen mit Typ-1-Diabetes hilfreich, resümieren die Autor*innen. Schon dreiminütige Aktivitätseinheiten alle halbe Stunde senkten den Blutzucker. Damit steht Betroffenen eine kostenlose Maßnahme für das bessere Management ihres Diabetes zur Verfügung - die sich zudem sich leicht in den sitzenden Alltag integrieren lässt.

Quelle: Diabetes UK

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