Mit Mundspülung gegen Frühgeburt


Parodontitis in der Schwangerschaft
Schwangere hat die Hände beschützend über ihren Bauch gelegt. Als Schutz gegen eine Frühgeburt sollte auch auf die Zahngesundheit geachtet werden, etwa mit Mundspülungen gegen Parodontitis
Ground Picture/shutterstock.com

Schwangere mit Parodontitis haben ein erhöhtes Risiko für Fehl- und Frühgeburten. Mundspülungen mit Chlorhexidin könnten davor schützen.

Zahnfleischentzündung mit Folgen

Schon lange ist bekannt, dass eine bakterielle Entzündung des Zahnfleischs und des Zahnhalteapparats (Parodontitis) in der Schwangerschaft negative Folgen auf Mutter und Kind haben kann. Dazu gehören erniedrigtes Geburtsgewicht und Frühgeburt.

Eine amerikanische Forschergruppe hat nun anhand einer Metaanalyse untersucht, ob Mundspülungen mit Chlorhexidin das Geburtsergebnis positiv beeinflussen. Eingeflossen sind darin die Daten von fast 6000 Teilnehmerinnen, deren Parodontitis über einen längeren Zeitraum zahnmedizinisch untersucht und dokumentiert worden war. Gut die Hälfte von ihnen behandelte ihre Parodontitis mit Chlorhexidin-Mundspülungslösungen.

Geburtsgewicht ebenfalls verbessert

Das lohnte sich offenbar doppelt: Diejenigen Frauen, die ihren Mund regelmäßig mit der Chlorhexidinlösung spülten, hatten nicht nur ein niedrigeres Risiko für eine Frühgeburt vor der 37. Schwangerschaftswoche. Ihre Kinder waren bei Geburt auch seltener untergewichtig, d.h. sie wogen seltener weniger 2500 g.

Muss bei werdenden Müttern eine Parodontitis behandelt werden, sollte man neben der Standardtherapie mit Entfernung von Zahnstein und Biofilmen durch die Zahnärzt*in auch zu Mundspülungen mit Chlorhexidin raten, empfehlen die Autoren.

Quelle: Ärzteblatt

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