Depressiv durch Straßenlärm


Wenn Lärm auf die Seele schlägt
Depressiv durch Straßenlärm

Lärm macht krank. Darin sind sich alle einig. Dass hohe Geräuschpegel zu depressiven Verstimmungen führen, ist dagegen eine relativ neue Erkenntnis. Besonders betroffen sind Personen mit niedrigem Bildungsniveau.

Ursprünglich interessierten sie sich dafür, wie Lärm die Herzgesundheit beeinflusst. Doch dann entdeckten die Wissenschaftlerinnen vom Zentrum für Urbane Epidemiologie (CUE) der Universität Duisburg-Essen bei vielen ihrer lärmgeplagten Testpersonen Anzeichen einer depressiven Verstimmung. Ihr Forschungsprojekt, die Heinz Nixdorf Recall Studie, ist die erste Langzeitstudie weltweit, die einen Zusammenhang zwischen Lärm und depressiven Symptomen herstellt.

Forscher untersuchten die Lärmbelastung im Ruhrgebiet

Im Rahmen der Heinz Nixdorf Recall Studie untersuchten und befragten die Forscherinnen vom CUE rund 3.300 Bürger aus Bochum, Essen und Mühlheim. Die Lärmbelastung ihrer Testpersonen ermittelten sie anhand spezieller Lärmkarten. Die Wissenschaftlerinnen stellten fest: Wer an einer lauten Straße wohnt, entwickelt mit höherer Wahrscheinlichkeit eine depressive Verstimmung als ein Bewohner verkehrsberuhigter Zonen. So erhöht eine 24-stündige Lärmbelastung von durchschnittlich 55 Decibel das Risiko um 25 Prozent. Das Gleiche gilt für eine nächtliche Lärmbelästigung mit 50 Decibel.

Lärm belastet vor allem Personen mit niedrigem Bildungsniveau

Als besonders anfällig für lärmbedingte depressive Verstimmungen erwiesen sich Personen mit niedrigem Bildungsniveau. „Über die Gründe hierfür kann man zum jetzigen Zeitpunkt nur spekulieren“, erklärt Ester Orban vom CUE. Die Expertin geht davon aus, dass Betroffene aus dieser Bevölkerungsschicht häufiger stressauslösenden Faktoren ausgesetzt sind. Die Vielzahl an belastenden Einflüsse schmälere die Stressresistenz der Betroffenen. Näheres müsse jedoch in weiteren Studien untersucht werden, so Orban.

Weitere Informationen finden Sie in der englischsprachigen Studie.

News

Unterleibsschmerzen bei Frauen
Unterleibsschmerzen bei Frauen

Viele Ursachen behandelbar

Viele Frauen leiden regelmäßig an Schmerzen im Unterleib – zum Beispiel in Zusammenhang mit der Menstruation. Viele Frauen akzeptieren die Beschwerden, weil sie glauben, dass sich dagegen nichts tun lässt. Doch viele Ursachen sind gut behandelbar.   mehr

Alte Menschen oft falsch therapiert
Alte Menschen oft falsch therapiert

Zu wenig oder zu viele Medikamente

Eine aktuelle Gesundheitsstudie zeichnet ein alarmierendes Bild: Viele ältere Menschen in Deutschland erhalten Medikamente, die ihnen eher schaden als nutzen könnten – gleichzeitig bleibt eine notwendige Behandlung bei schweren Erkrankungen oft aus.   mehr

Übungen gegen chronische Schmerzen
Übungen gegen chronische Schmerzen

Achtsamkeit und Atmen

Viele Betroffene wissen: Chronische Schmerzen lassen sich selbst mit Medikamenten nicht immer vollständig kontrollieren. In solchen Situationen können Atemtechniken, Entspannungsverfahren und Achtsamkeitsübungen helfen, besser mit den Beschwerden umzugehen.   mehr

Wie Medikamente den Geschmack verändern
Wie Medikamente den Geschmack verändern

Von bitter bis metallisch

Ein funktionierender Geschmacksinn ist für viele Menschen ein entscheidendes Stück Lebensqualität. Schließlich ist Essen und Trinken nicht nur überlebensnotwendig, sondern auch eine Genussfrage. Was aber tun, wenn Medikamente das Geschmacksempfinden stören?   mehr

Kind nicht im Auto vergessen!
Kind nicht im Auto vergessen!

Vorsicht Hitzetod

Auch wenn es schnell gehen muss: Bei sommerlichen Temperaturen sollten Eltern ihre Kinder nicht im Auto warten lassen. Denn im Wageninneren steigen die Temperaturen oft schon nach 30 Minuten auf bis zu 40 Grad – und bringen gerade kleine Kinder in Lebensgefahr.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Ratgeber Thema im Juni

Sicher feiern mit Diabetes

Sicher feiern mit Diabetes

Ob Badesee oder Festival

Grillpartys, Musikfestivals oder entspannte Nachmittage am Badesee gehören für viele Menschen zu den ... Zum Ratgeber
Apotheke Lintorf
Inhaberin Ruth Apolke
Telefon 05472/72 46
Fax 05472/74 20
E-Mail apothekelintorf@gmx.de